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Dr. med. Joachim Harbrecht
Orthopädie Wannsee
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14109 Berlin

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News


Regelmäßiges Frühstücken verringert das Risiko für Typ-2-Diabetes
Frühstücken oder nicht? Hat das regelmäßige Frühstücken einen Einfluss auf das Risiko für Diabetes?

Frühstücken oder nicht? Hat das regelmäßige Frühstücken einen Einfluss auf das Risiko für Diabetes? – Diese Fragen sind in der Forschung bislang nicht klar beantwortet. Rund 20% der deutschen Bevölkerung verzichtet morgens auf ihr Frühstück. In der Altersgruppe von 18-29 Jahren sind es sogar um die 50% der Menschen. Eine wissenschaftliche Auswertung am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) zeigt nun, dass Männer und Frauen, die im Erwachsenenalter auf das Frühstück verzichten, ein 33 % höheres Risiko aufweisen, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Journal of Nutrition veröffentlicht.

Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass der Verzicht auf ein Frühstück mit einem Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden ist. Allerdings konnte bislang nie nachgewiesen werden, in welchem Zusammenhang dies mit Adipositas zusammen hängt. Adipositas ist ein bedeutender Risikofaktor für das Auftreten von Typ-2-Diabetes. Es konnte gezeigt werden, dass adipöse Menschen im Vergleich zu Normalgewichtigen häufiger auf das Frühstück verzichten. Darüber hinaus wird der Frühstücksverzicht mit einer Zunahme des Gewichts diskutiert.

Das Forscherteam um Dr. Sabrina Schlesinger, Leiterin der Nachwuchsforschergruppe Systematische Reviews am DDZ, verglich Männer und Frauen in sechs Langzeitstudien unter Berücksichtigung des Body-Mass-Index (BMI). Die Ergebnisse der Studie zeigen eine Dosis-Wirkungs-Beziehung, d.h. mit steigender Anzahl der Tage, an denen nicht gefrühstückt wurde, stieg das Diabetesrisiko an. Das stärkste Risiko wurde für den Verzicht von Frühstück für 4-5 Tagen pro Woche beobachtet. Ab dem 5. Tag in Folge des Verzichts auf ein Frühstück wurde kein weiterer Anstieg im Risiko ermittelt. „Dieser Zusammenhang ist zum Teil auf den Einfluss des Übergewichts zurückzuführen. Selbst nach Berücksichtigung des BMIs ging der Frühstücksverzicht mit einem erhöhten Diabetesrisiko einher“, erläutert Dr. Sabrina Schlesinger.

Studie In ihrer Meta-Analyse fasste das Forscherteam die Daten von sechs verschiedenen internationalen Beobachtungsstudien zusammen. Insgesamt wurden Daten von 96.175 Teilnehmern, davon 4.935, die im Studienverlauf an Typ-2-Diabetes erkrankten, ausgewertet. Eine Erklärung für den Zusammenhang zwischen Frühstücksverzicht und dem Risiko für Typ-2-Diabetes könnte ein gesunder Lebensstil per se sein. Teilnehmer, die auf ihr Frühstück verzichten, könnten generell eine ungünstigere Ernährungsweise, beispielsweise durch den Konsum von kalorienhaltigen Snacks und Getränken, aufweisen, weniger körperlich aktiv sein, oder mehr rauchen. Allerdings wurden diese Faktoren in der Auswertung berücksichtigt, sodass der beobachtete Zusammenhang durch andere Faktoren erklärbar sein könnte. „Weitere Studien sind nötig, die neben der Aufklärung der Mechanismen, auch den Einfluss der Zusammensetzung des Frühstücks auf das Diabetesrisiko erforschen“, schlussfolgert Dr. Sabrina Schlesinger. „Grundsätzlich ist ein regelmäßiges und ausgewogenes Frühstück allen Menschen – mit und ohne Diabetes- zu empfehlen“, betont die Epidemiologin und Ernährungswissenschaftlerin.

„Leberfröhliche“ Weihnachten 2018
Deutsche Leberstiftung gibt Tipps zum bewussten Genießen von Advent und Weihnachten

Apfel, Nuss und Mandelkern werden in einem beliebten adventlichen Kinderlied als besonderer Genuss für die Weihnachtszeit besungen. Damit werden heutzutage keine Kinderaugen mehr zum Leuchten gebracht. Auch der klassische Schokoladen-Adventskalender mit 80 Gramm Inhalt ist ein Auslaufmodell. Der Trend bei Adventskalendern heißt: größer, voller, teurer. Immer öfter warten hinter den 24 Türchen kalorienstarke Schokoriegel, Hohlfiguren oder Dosen-Chips. Nicht nur für Kinder gibt es jeden Tag eine nahrhafte Überraschung: Kalender für Erwachsene sind mit Bier, Schnaps oder auch Wurst bestückt. Und die „Kalorien-Kalender“ sind nur der tägliche Auftakt zum weihnachtlichen Schlemmer-Finale. Mit dem Hinweis auf den Anstieg von nicht-alkoholischen Fettlebererkrankungen (NAFLD) bei Erwachsenen und Kindern rät die Deutsche Leberstiftung zum bewussten Genuss in der Advents- und Weihnachtszeit, bei dem auch die Leber „fröhlich“ bleibt.

„Die alarmierenden Zahlen bei der Erkrankung nicht-alkoholische Fettleberhepatitis zeigen, dass offensichtlich Aufklärungsbedarf besteht. Die Deutsche Leberstiftung nutzt die bevorstehende Advents- und Weihnachtszeit, um auf diese wichtige Gesundheitsthematik aufmerksam zu machen. Speziell in den Wochen vor Weihnachten und an den Festtagen kombinieren viele Erwachsene und Kinder ein überreiches, ungesundes Nahrungsangebot mit wenig körperlicher Bewegung. Diese Kombination kann über einen längeren Zeitraum zu dem sogenannten metabolischen Syndrom führen, einer Kombination verschiedenster risikobehafteter Aspekte wie Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes, die auch auf die Leber einen sehr negativen Effekt haben“, sagt Professor Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung. Er erklärt weiter: „Selbstverständlich ist nicht der gelegentliche Verzehr eines Dominosteins oder eines Lebkuchens ursächlich für eine Erkrankung. Es ist der westliche bewegungsarme Lebensstil mit falscher Ernährung, nach dem viele Menschen ganzjährig den Alltag ausrichten. Durch vermehrte Fettablagerung in den Leberzellen kann eine Fettleber entstehen, die sich entzünden kann. Aus der chronischen Leberentzündung kann sich eine Leberfibrose entwickeln, die eine Leberzirrhose und Leberzellkrebs zur Folge haben kann.“

Damit eine geschädigte Leber noch in einem frühen Stadium der Erkrankung entdeckt und durch einen veränderten Lebensstil geheilt werden kann, ist der Test der Leber-Blutwerte wichtig. Dieser gehört in der Regel nicht zu den Routine-Untersuchungen. Speziell übergewichtige Menschen und Patienten mit einem Diabetes mellitus sollten beim Arztbesuch eine mögliche Lebererkrankung thematisieren und abklären.

Nur langsam reagieren Politik, Krankenkassen und Ernährungsindustrie auf die drängenden Ernährungsprobleme. Auf dem zweiten Deutschen Zuckerreduktionsgipfel im Oktober 2018 ging es um Strategien, wie der individuelle Zuckerkonsum in Deutschland, der deutlich über der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegt, reduziert werden kann. Als ersten Schritt vereinbarten Bundesernährungsministerium und Wirtschaftsverbände die Zusammenarbeit zur Absenkung des Zucker-, Salz- und Fettgehalts in Lebensmitteln. In Fertignahrungsmitteln sollen zukünftig weniger Zucker, Fette und Salz verwendet werden.

Bis die Ernährungsindustrie adäquat reagiert, ist der Konsument gefordert, aufmerksam beim Einkauf auf die „Zutaten-Listen“ und „Nährwertangaben“ zu achten. Und für die bevorstehende Advents- und Weihnachtszeit rät Professor Manns: „Bei fettigen Speisen wie Gänsebraten unbedingt Maß halten, kleine Portionen langsam und bewusst genießen. Als Vorspeisen sind leichte Suppen und frische Salate empfehlenswert. Und zwischen den Mahlzeiten unbedingt bewegen – am besten an der frischen Luft. Gerade die Zeit mit der Familie oder Freunden an Weihnachten kann man wunderbar für gemeinsame Aktivitäten wie beispielsweise einen ausgedehnten Spaziergang nutzen.“

Und auch an anderer Stelle kann Weihnachten „leberfröhlich“ werden: So kann man den bunten Teller mit Mandarinen, Walnüssen und Mandeln anstelle mit Schokolade und Marzipan bestücken. Und Stollen oder Lebkuchen in klein geschnittenen Stücken anbieten.

Allerdings gilt diese Empfehlung auch für die Zeit nach Weihnachten, wie Professor Manns betont: „Das ganze Jahr über ist eine maßvolle Ernährung in Kombination mit Bewegung wichtig, um die Leber und den gesamten Körper gesund zu halten.“

04.12.2018 DGA | Quelle: Deutsche Leberstiftung

Häufige Blasenentzündungen fördern Inkontinenz
Seniorenliga gibt Tipps für eine gesunde Blase

Ständiger Harndrang, Schmerzen im Unterleib und ein heftiges Brennen beim Wasserlassen: Viele Menschen haben schon einmal mit den unangenehmen Symptomen einer Blasenentzündung Bekanntschaft gemacht. Mit ein paar Maßnahmen verschwindet die Infektion meist nach ein paar Tagen wieder. Bei häufig wiederkehrenden Blasenentzündungen kann sich jedoch eine Dranginkontinenz entwickeln. Vorbeugen ist daher doppelt wichtig. Zahlreiche Tipps dazu enthält die Broschüre „Eine gesunde Blase", angeboten von der Deutschen Seniorenliga.

Blasenentzündungen betreffen vor allem Frauen, insbesondere in der Schwangerschaft und mit Beginn der Wechseljahre. Bei Männern steigt das Risiko im mittleren Lebensalter im Zusammenhang mit einer gutartigen Prostatavergrößerung an. Eine Blasenentzündung wird typischerweise durch Darmbakterien ausgelöst, die über die Harnröhre eindringen und sich dort vermehren. Die wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen sind eine gute Toiletten- und Sexualhygiene, das Warmhalten von Füßen und Unterleib sowie ausreichendes Trinken. Manche Patienten profitieren auch von einer Ansäuerung des Urins mit der Aminosäure L-Methionin zur Hemmung des Bakterienwachstums. Eine Studie mit 140 Frauen mittleren Alters mit wiederkehrenden Blaseninfektionen belegt, wie wichtig reichliches Trinken für die Blasengesundheit ist: Eine Gruppe trank über 12 Monate weniger als 1,5 Liter Wasser am Tag, die andere erhöhte die tägliche Trinkmenge um 1,5 Liter. Das Ergebnis: Bei erhöhter Flüssigkeitszufuhr traten Blaseninfektionen etwa halb so häufig auf und eine antibiotische Behandlung war nur halb so oft notwendig wie in der Vergleichsgruppe.

In vielen Fällen genügen die geschilderten Maßnahmen nicht nur zur Vorbeugung, sondern auch zur Behandlung einer Blaseninfektion. Lassen die Symptome innerhalb weniger Tage nicht nach, so ist zusätzlich ein Antibiotikum notwendig. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich die Infektion auf die Nieren ausbreitet.
Dauernde Reizungen gehen der Blase auf die Nerven

Manche Patienten, insbesondere ältere Frauen, sind besonders anfällig und fangen sich mehrmals im Jahr eine Blasenentzündung ein. Durch die andauernde Reizung der Nervenfasern in der Blase kann es passieren, dass der Meldemechanismus zum Gehirn gestört wird. Es kommt zum Harndrang, auch wenn die Blase nur wenig gefüllt ist – sie ist überempfindlich. Man spricht in diesem Fall auch von einer Dranginkontinenz. Sie ist die häufigste Form der Blasenschwäche.

Die Broschüre „Eine gesunde Blase" schildert die Zusammenhänge zwischen Blasenschwäche, Blasenentzündung sowie Blasensteinen und gibt zahlreiche Tipps zur Vorbeugung und Behandlung. Umfangreiche Informationen zur Gesundheit von Blase und Prostata enthält außerdem die neu gestaltete Website www.dsl-blasenschwaeche.de. Die Broschüre kann dort heruntergeladen oder kostenlos bei der Deutschen Seniorenliga e.V. angefordert werden: DSL e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.dsl-blasenschwaeche.de.

Quelle:

Thomas M. Hooton et al., Effect of Increased Daily Water Intake in Premenopausal Women With Recurrent Urinary Tract Infections - A Randomized Clinical Trial, JAMA Intern Med. Published online October 1, 2018. oi:10.1001/jamainternmed.2018.4204

29.11.2018 DGA | Quelle: Deutsche Seniorenliga e.V.